De Souza-Cardoso, Amadeo

"Amadeo de Souza-Cardozo (1887 - 1918) war ein portugiesischer Maler und gilt als Vorreiter der modernen portugiesischen Malerei. De Souza-Cardoso wurde 1887 in Manhufe, Mancelos in Portugal geboren. 1905 begann er ein Architekturstudium an der Academia de Belas-Artes in Lissabon, ein Jahr später ging er nach Paris, wo er zunächst weiter Architektur studierte, um sich wenig später ganz der Malerei zu widmen. Zunächst stilistisch dem Impressionismus nahe stehend entwickelte er einen aggressiv modernen Stil, der ihn zu einem Vorreiter der modernen Malerei - nicht nur unter portugiesischen Künstlern - machte. Maßgeblich beeinflusst wurde er durch die in dieser Zeit entstandenen Freundschaften mit bekannten Künstlern wie Gertrude Stein, Juan Gris, Amedeo Modigliani, dem Künstlerehepaar Robert und Sonia Delaunay, und dem deutschen Maler Otto Freundlich, der ihm den Expressionismus nahebrachte. Einflüsse aus dem Kubismus spiegelten sich ebenfalls zusehends in seinen Werken wieder. Bei der Armory Show, die 1913 in New York, Chicago und Boston gezeigt wurde und die als erste große Ausstellung moderner Kunst in den USA gilt, war de Souza-Cardoso mit acht Bildern vertreten, von denen er sieben verkaufen konnte. Er war damit einer der kommerziell erfolgreichsten dort vertretenen Künstler. 1914 ging er zurück nach Portugal und heiratete Lucie Pecetto, eine Nichte Antoni Gaudís. Die beiden ließen sich in Manhufe, dem Geburtsort de Souza-Cardozos, in einem von seinem Vater erbauten Haus nieder. In den folgenden Jahren arbeitete er in Portugal wo er mit seinen Werken, welche von Kubismus, abstrakter Kunst und Expressionismus beeinflusst Aufsehen erregten und beinahe skandalös wirkten, zu einem vielversprechenden etablierten Künstler avancierte. 1918 wurde de Souza-Cardoso, wie so viele, von der grassierenden Spanischen Grippe mitten aus einem produktiven Leben gerissen"
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