Macke, August

"August Macke (1887 - 1914) war einer der bekanntesten Maler des deutschen Expressionismus. Geboren 1887 in Meschede, wuchs Macke in Köln, ab 1900 in Bonn auf. Schon während der Schulzeit zeigte sich die künstlerische Begabung Mackes. 1904 verließ er gegen den Willen seines Vaters die Schule, um an der Kunstakademie Düsseldorf Kunst zu studieren. Nach einer Parisreise 1907, bei der er persönliche Bekanntschaft mit den Werken der Impressionisten machte, folgte ein Aufenthalt in Berlin als Schüler von Lovis Corinth. Nach Ableistung seines Miltärdienstes heiratete Macke im Oktober 1909, die Hochzeitsreise führte ihn abermals nach Paris, wo er Werken der Fauves und der Futuristen begegnete. Anschließend verbrachte das Ehepaar ein Jahr in Tegernsee, das eine besonders produktive Phase in Mackes Kunstschaffen markiert. Dort lernte Macke auch Franz Marc kennen, mit dem ihm eine enge Künstlerfreundschaft verbinden sollte. Ende 1910 ging er zurück nach Bonn, im Herbst 1913 schließlich nach Hilterfingen in der Schweiz. Es blieb ihm noch eine Studienreise nach Tunesien im April 1914. Als Kriegsfreiwilliger starb Macke im September 1914 an der Westfront in der Nähe von Reims. August Macke war ein Maler, der sich zeitlebens in künstlerischer Entwicklung befand und Einflüsse aus vielen Quellen aufnahm. Nach einem naturalistischen Frühwerk ließ sich Macke ab 1907 von den Impressionisten beeinflussen, von denen er Édouard Manet besonders bewunderte. Ab 1910 zeigten sich Einflüsse der französischen Fauves, aber auch der deutschen Expressionisten, namentlich Fanz Marc und Gabriele Münter. Zahlreiche Stilleben aus dieser Phase zeigen den Einfluss von Henri Matisse. 1912 experimentierte Macke mit abstrakter Malerei, bevor er sich vom frühen Kubismus und Futurismus inspirieren ließ. Mackes viel zu früher Tod unterbrach abrupt eine vielversprechende und interessante künstlerische Entwicklung."
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