Stuck, Franz von

"Franz von Stuck (1863 - 1928) war ein deutscher Maler, der dem Symbolismus und mit Einschränkungen dem Jugendstil zugerechnet wird. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das symbolistische Gemälde ""Die Sünde"" von 1893. 1863 als Sohn eines Dorfmüllers im bayrischen Tettenweis geboren, zog es Franz Stuck in die Großstadt München, wo er die Kunstgewerbeschule und die Akademie der Bildenden Künste besuchte. Bereits während des Studiums machte er sich einen Namen mit grafischen Mappenwerken und Karikaturen. Um 1887 wandte Stuck sich der Ölmalerei zu. 1892 gründete Stuck mit u. a. Max Liebermann und Lovis Corinth die ""Münchner Secession"", eine fortschrittliche Künstlervereinigung. Stuck war ab 1895 Professor an der Akademie und unterrichtete dort unter anderem Wassily Kandinsky und Paul Klee. 1906 erhielt er den Verdienstorden der Bayrischen Krone und wurde in den persönlichen Adelsstand erhoben. Fortan durfte er sich Franz von Stuck nennen. Vom Werk Arnold Böcklins ließ Franz Stuck sich zu symbolistischen Gemälden anregen und entwickelte seinen Stil, der sich in unwirklichen Darstellungen von Fabelwesen und allegorischen, symbolhaften Werken ausdrückte. Viele seiner oft großformatigen Werke erregten beim zeitgenössischen Publikum ob ihrer erotisch-lasziven Darstellung, die die biederen Moralvorstellungen seiner Zeit strapazierte, einiges Aufsehen. Franz von Stuck verstarb 1928 im Alter von 65 Jahren in München. "
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